00:00:00: Jetzt ist der Plan, so zehn oder zwölf, mal gucken, wie wir es so schaffen zu machen.
00:00:04: Erste Staffel und dann erst mal schauen, wie ist so das Feedback,
00:00:07: wie sind die Downloadzahlen und lohnt es sich, eine zweite Staffel zu produzieren?
00:00:11: Also Lust habe ich auf jeden Fall, aber solange Sadie auch noch Lust hat,
00:00:15: würde ich auf jeden Fall gerne weitermachen. Also ich habe ja eigentlich immer
00:00:18: Lust, aber wegen einer bestimmten Person in der Schule habe ich nicht immer
00:00:22: so Lust. Wegen den Hausaufgaben.
00:00:32: Hallo und herzlich willkommen beim Podcast übers Podcasten. Mein Name ist Brigitte Hagedorn.
00:00:40: Ich sitze heute im Kinderzimmer von Sadie und zwar gemeinsam mit ihrem Vater Jens Wenzel.
00:00:49: Denn die beiden Podcasten, sie haben den Podcast Echt jetzt, Papa.
00:00:56: Das klingt immer ein bisschen vorwurfsvoll, ja? Soll das so sein?
00:01:01: Das soll durchaus so sein, weil die beiden, also es geht ja um Vater und Kind
00:01:05: in dem Podcast. Echt jetzt, Papa?
00:01:07: Genau. Und da gibt es schon mal so die eine oder andere Diskussion und die beiden
00:01:11: sind nicht immer einer Meinung.
00:01:13: Und das Kind ist auch manchmal ein bisschen aufmüpfig.
00:01:16: Ja, und jetzt haben sie die beiden schon gehört. Hallo Jens,
00:01:20: hallo Sadie. Hallo. Hallo Brigitte.
00:01:22: Schön, dass wir heute über euren Podcast sprechen können.
00:01:27: Ich habe schon einige Folgen gehört und mich, ja wie sagt man, prächtig amüsiert.
00:01:33: Ich habe viel geschmunzelt und wie immer bei Jens seinen Produktionen bin ich
00:01:39: immer natürlich von der technischen Umsetzung einfach begeistert.
00:01:43: Der Podcast besteht aus kurzen Dialogen zwischen Vater und Tochter und handelt
00:01:49: von Themen, die Familien so im Alltag bewegen.
00:01:54: Bisher waren das zum Beispiel Demokratie, Wachstumsschmerzen und Medienzeit.
00:02:01: Die nächste Folge wird Taschengeld sein. Taschengeld.
00:02:05: Die ist schon noch nicht ganz fertig, muss ich heute fertig machen,
00:02:08: denn morgen Mittwochs kommt immer die neue Folge. Um 6 Uhr.
00:02:12: Mittwochs 6 Uhr morgens muss die bereit sein, das will ich immer einhalten,
00:02:16: da muss ich mich disziplinieren. Jede Woche sendet ihr. Genau, einmal die Woche.
00:02:20: Also wir wollen eine Staffel machen und zehn bis zwölf Folgen.
00:02:24: Also meine Idee war eigentlich, alles vorzuproduzieren und dann schön gemütlich
00:02:28: senden. Aber dann wären wir wahrscheinlich nächstes Jahr, hätten wir dann noch nicht angefangen.
00:02:32: Deswegen haben wir einfach mal begonnen und jetzt muss ich natürlich gucken,
00:02:34: dass ich das auch wirklich einhalte. Ist nicht immer einfach,
00:02:37: weil Kind hat Termine, ich habe Termine.
00:02:40: Zusammen zu zweit was aufnehmen ist natürlich was anderes als so ein Podcast
00:02:44: alleine machen, wo man das auch mal in Nachtarbeit dann schaffen kann.
00:02:47: Die Nachtarbeit ist dann manchmal das Schneiden.
00:02:49: Man könnte denken, bei einem Podcast, es ist ein Talk, aber in diesem Fall ist
00:02:53: es tatsächlich geskriptet. Also es sind Hörspiele, Kurzhörspiele.
00:02:57: Die so drei bis vier Minuten dauern. Und das sind jetzt genau genommen auch
00:03:01: nicht wir, die da reden, sondern wir spielen schon Figuren. Das Ganze ist ein
00:03:04: bisschen überspitzt, überzeichnet.
00:03:06: Wie im Theater. Wie im Theater, genau.
00:03:09: Aber wir beiden haben schon hier und da mal ein paar Ähnlichkeiten mit uns.
00:03:13: Also es gibt Dinge, die bewusst auch anders sind, weil ich wollte es nicht zu
00:03:16: ähnlich machen. Aber viele Dialogteile sind doch auch teilweise aus unserem Leben übernommen dann.
00:03:24: Ist denn der Titel aus dem Leben übernommen? Also gibt es solche Momente oder
00:03:29: gab es solche Momente, wo du, Sadie, dann zum Beispiel so sagst, echt jetzt Papa?
00:03:35: Also in Gedanken sage ich schon manchmal echt jetzt Papa, aber ich glaube,
00:03:39: ich habe das noch nie so wörtlich gesagt.
00:03:43: Auf jeden Fall sage ich dann eher so Mann, Papa oder Papa.
00:03:49: Wir hatten eine ganze Liste von Titelideen, echt jetzt Papa.
00:03:53: Wir haben in der Familie abgestimmt, Mama, Kind, Papa.
00:03:58: Wir haben Punkte vergeben und echt jetzt Papa ist es dann geworden,
00:04:01: weil das auch am griffigsten klingt. Und es wäre ja noch die Möglichkeit echt
00:04:04: jetzt Papa als Frage. Echt jetzt Papa.
00:04:07: Und wir hatten uns dann für den Ausruf echt jetzt Papa entschieden.
00:04:11: Weil ich finde das auch dann im Intro ganz dynamisch, wenn das so gesagt wird
00:04:15: von ihr. Echt jetzt Papa, das ist nicht lustig.
00:04:18: Wenn du dein Geld in sinnvolle Dinge investieren würdest, dann könnten wir ja
00:04:22: über eine Taschengelderhöhung nachdenken.
00:04:24: Und was sind sinnvolle Dinge?
00:04:26: »Etwas, das einen bleibenden Wert hat.«,
00:04:29: Oder seinen Wert mit der Zeit noch steigert? Fußballsammelbilder?
00:04:33: Das meine ich natürlich nicht.
00:04:34: Das heißt, der Plan war eigentlich, die Folgen alle vorzubereiten,
00:04:39: beispielsweise zehn Stück und die dann zu senden.
00:04:42: Und jetzt bist du einfach von Woche zu Woche etwas im Stress.
00:04:45: Jetzt ist der Plan so zehn oder zwölf mal gucken, wie wir es so schaffen zu machen.
00:04:50: Erste Staffel und dann erst mal schauen, wie ist so das Feedback?
00:04:53: Wie sind die Downloadzahlen? Und lohnt es sich, eine zweite Staffel zu produzieren?
00:04:57: Also Lust habe ich auf jeden Fall. Aber solange Sadie auch noch Lust hat,
00:05:00: würde ich auf jeden Fall gerne weitermachen.
00:05:03: Also ich habe ja eigentlich immer Lust, aber wegen einer bestimmten Person in
00:05:07: der Schule habe ich nicht immer so Lust. Wegen den Hausaufgaben.
00:05:12: Genau. Also ich habe auf jeden Fall auch Lust und ich wäre mächtig enttäuscht,
00:05:16: wenn jetzt nach zehn oder zwölf Episoden plötzlich Schluss ist.
00:05:20: Weil dann hat man sich gerade daran gewöhnt, ein neuer Podcast.
00:05:24: Und es geht ja auch schnell zu hören und man hat ein bisschen was zu schmunzeln,
00:05:29: ein bisschen was zu lachen.
00:05:30: Ich denke, eine zweite Staffel wird es auf jeden Fall geben.
00:05:33: Nach der zweiten müssen wir dann mal gucken, haben wir da noch Lust,
00:05:36: haben wir noch die Energie und die Zeit.
00:05:38: Da geht ja auch immer ein bisschen Zeit drauf. Also die Folge muss geskriptet werden.
00:05:42: Dann proben wir das zusammen. Dann nehme ich sie auf.
00:05:45: Dann nehme ich mich auf. Manchmal mache ich Geräusche rein. Also gerade in der
00:05:49: ersten Folge mit den Wachstumsschmerzen habe ich mir wirklich Mühe gegeben, weil
00:05:52: die beiden essen, ja, die frühstücken da gerade und da muss man genau timen,
00:05:57: wann beißt wer ins Brot, wann stellt wer die Tasse ab und man komponiert es wie Musik schon quasi.
00:06:02: Also wir nehmen es ja dann nicht wirklich beim Essen auf, dann wird es noch
00:06:05: komplizierter, sondern das wird aufgenommen, mal mit vollem Mund,
00:06:09: mal mit leerem Mund und dann werden nachher noch Essgeräusche und alles Mögliche reingeht.
00:06:13: Das ist dann richtig Arbeit, das mache ich deswegen nicht in jeder Folge.
00:06:18: Schreibst du mir jetzt eine Entschuldigung? Könnte es sein, dass dein
00:06:24: Wachstumsschmerz etwas damit zu tun hat, dass du heute zufällig die beiden letzten
00:06:28: Stunden Sport hast und die Gelegenheit witterst, deine geliebte Bildungsanstalt
00:06:33: vorzeitig zu verlassen und zu Hause vor dem Fernseher den Müßiggang zu frönen?
00:06:37: Boah, Papa, was ist denn mal mit mir?
00:06:40: An dieser Stelle kann man sagen, ich habe schon öfter in diesem Podcast mit
00:06:44: Jens gesprochen und ihn interviewt und er hat andere großartige Audio-Projekte gemacht.
00:06:52: Ich werde die verlinken, die Episoden, und auf jeden Fall lohnt es sich,
00:06:55: da auch mal reinzuhören.
00:06:57: Wer ist denn von euch auf die Idee gekommen, einen Podcast zu machen?
00:07:02: Zeigen bringt nichts, man muss ja schon reden, weil das hört man nicht, Zaydi. Mein Papa.
00:07:07: Weil er hat mich gefragt, wollen wir einen Podcast machen? Auf jeden Fall hatte ich Lust irgendwann.
00:07:14: Da haben wir auch so ein paar Sachen aufgenommen. Es fing ja so an,
00:07:18: ich bin ja Sprecher auch und kriege schon manchmal Anfragen für Kinderstimmen.
00:07:24: Und wenn man ein Kind im Haus hat, ist das immer recht dankbar.
00:07:26: Da kann sie auch mal hier und da mal was sprechen.
00:07:28: Hat sogar schon ein bisschen Geld damit verdient.
00:07:31: Und ich habe auch erklärt, wie man Fahrrad fährt, richtig Fahrrad fährt.
00:07:37: Genau. Im öffentlichen Verkehr.
00:07:39: Ja, für so ein Projekt, da ging es um Fahrradprüfungsvorbereitungen.
00:07:42: Das war ein Auftrag, da hat sie dann tatsächlich so kleine Filmchen gesprochen und Sprecherin schon.
00:07:48: Also sie hat schon erste Erfahrungen gesammelt und dann habe ich so eine Demo gemacht.
00:07:52: Als Sprecher muss man ja diverse Sachen bedienen, zum Beispiel Erklärfilme,
00:07:56: Hörbücher, Werbung, alles Mögliche.
00:07:58: Und für Erklärfilm habe ich eine Demo selbst geschrieben, wo ich meinem Kind die Welt erkläre.
00:08:04: Also Kind hat viele Fragen, Papa erklärt und das war so ein bisschen der Aufmachung.
00:08:08: Das ist auch so ein bisschen Witzchen, auch so ein bisschen in der Art,
00:08:11: wie dann später der Podcast geworden ist, Vater-Kind-Dialoge.
00:08:14: Und das war, glaube ich, so ein bisschen die Inspiration für den Podcast.
00:08:17: Kann man sich auch noch anhören auf meiner Website oder auf YouTube oder so.
00:08:21: Ich bin Jens und ich erkläre gerne Dinge, zum Beispiel zu Hause.
00:08:26: Da beantworte ich Fragen wie, können Fliegen träumen?
00:08:30: Ja, aber nur Mist. Viel schöner ist es doch, wenn Träume fliegen.
00:08:35: Wann kriege ich endlich ein Handy? Das kann ich dir ganz genau sagen.
00:08:39: Wenn der Papst heiratet. Vorher nicht.
00:08:42: Warum ist die Keksdose schon leer?
00:08:46: Frag Mama.
00:08:48: Genau, und das war so ein bisschen das Vorbild. Da dachte ich,
00:08:50: ach, das wäre lustig, da mehr zu machen, weil es kam auch sehr gut an.
00:08:54: Und dachte, ja, da könnte man eigentlich, weil wir auch so viele Themen haben,
00:08:58: jeden Tag, man diskutiert am Esstisch.
00:09:01: Und denke ich, eigentlich ist das witzig. Man könnte das schön als Hörspiel
00:09:05: dann produzieren. Das ist immer sendereif.
00:09:08: Also du sagst, du skriptest vorher die kleinen Hörspiele.
00:09:12: Habt ihr mal ausprobiert, das frei zu machen? Also einfach zu sagen,
00:09:17: naja, komm, lass uns mal was machen. Zum Beispiel jetzt habt ihr was zum Thema
00:09:20: Taschengeld, dass ihr ohne Skript arbeitet?
00:09:25: Das wäre interessant, aber das wäre ein ganz anderer Podcast.
00:09:29: Und das Ding ist natürlich, wenn sie jetzt über Schule erzählt,
00:09:31: und wir haben ja bewusst Namen in dem Podcast, die gibt es nicht,
00:09:35: also bewusst zum Beispiel keine Namen aus ihrer Klasse oder keine echten Lehrernamen.
00:09:40: Und kommen natürlich Lehrer, Lehrerinnen drin vor oder Mitschüler,
00:09:44: aber das sind alles andere Namen und andere Figuren, die es in Wirklichkeit nicht gibt.
00:09:48: Und da wird es sicher manchmal schwierig, wenn sie jetzt aus der Schule erzählt
00:09:51: und Schwierigkeiten mit der einen oder anderen Lehrerin vielleicht mal hat oder
00:09:54: mit einer Freundin, finde ich schwierig, das dann zu veröffentlichen.
00:09:57: Deswegen haben wir davon jetzt auch abgesehen.
00:10:00: Wäre auf jeden Fall ein interessantes Format auch mal. Könnte man mal drüber
00:10:04: nachdenken. Aber wie gesagt, so persönliche Dinge von ihr ist ein sensibles
00:10:08: Thema, das dann zu veröffentlichen. Da muss man dann halt gucken oder dann zensieren.
00:10:11: Dann macht das auch nicht so wirklich Spaß.
00:10:14: Und Sedi, wie siehst du das? Ist es manchmal so, dass du die Skripte bekommst
00:10:18: und denkst, du möchtest da noch ein bisschen was ändern, weil so würdest du
00:10:22: das nie sagen zum Beispiel? passiert das?
00:10:25: Also zum Beispiel bei der vierten Folge Taschengeld, da würde glaube ich auch
00:10:30: mein Papa niemals Zinses... Zinses...
00:10:36: Zinses Zinsen. Zinses Zinsen. So, das will ich auch sowieso niemals sagen.
00:10:45: Oder was gab es denn noch? Naja, also das Kind ist schon manchmal ein bisschen
00:10:50: frech zu dem Papa. Du bist ja immer lieb, du bist ja nie frech zu mir. Gar nicht.
00:10:56: Es ist schon alles ein bisschen pointiert, ein bisschen überspitzt.
00:10:59: Und mit dem Zinses Zinsen war natürlich dankbar, weil es ging ja ums Sparen.
00:11:04: Und der Vater erzählt dann, dass er früher immer sein Geld gespart hat.
00:11:07: Also der ist schon ein bisschen...
00:11:09: Biederer als ich jetzt. Sparen ist wichtig.
00:11:13: Und erklärt ihr dann die Welt. Und dann erzählt ihr über Zinsen.
00:11:17: Und beim Schreiben merke ich dann, das Wort könnte Schwierigkeiten machen.
00:11:21: Und dann treibe ich es auf die Spitze, dass das Kind das natürlich nicht aussprechen
00:11:25: kann und macht sich drüber lustig.
00:11:27: Und das wird dann so der Running Gag mit den Zinsenzen. Zinsenzen.
00:11:34: Ich habe als Kind immer etwas von meinem Taschengeld zurückgelegt und auf ein Sparkonto eingezahlt.
00:11:40: Und dafür habe ich Zinsen bekommen. Und wenn man lange genug gespart hat,
00:11:43: gab es auf die Zinsen wieder Zinsen.
00:11:46: Das nennt man Zinseszinsen.
00:11:48: Das Wort hast du doch jetzt erfunden. Nein, das gibt es wirklich. Zinseszinsen.
00:11:54: Zinsenzinsen? Zinseszinsen. Die Zinsen, die man auf Zinsen bekommt.
00:12:00: Kannst du mir das aufschreiben? Klar.
00:12:03: Für Jona. Seit er die neue eine Zahnspange hat, kann er kein S-mal sprechen.
00:12:08: Das klingt bestimmt witzig. Zinses, Zinsen. Na, du sollst dich nicht über Mitschüler lustig machen.
00:12:14: Sadie, dein Vater sagt jetzt schon, dass du auch schon mal andere Sachen gesprochen hast.
00:12:20: Schult er dich denn so ein bisschen oder gibt dir Tipps, wie man gut lesen kann vom Skript?
00:12:27: Ich meine, er ist professioneller Sprecher. Er weiß ja, wie das geht.
00:12:30: Also ich spreche es halt erstmal und wenn es ihm halt nicht so gut gefällt,
00:12:35: dann sagt er auch schon was und sagt zum Beispiel, keine Ahnung, nochmal.
00:12:40: Dann sagt er an der Stelle mal, beton mal das Wort anders oder da vielleicht
00:12:44: ein bisschen mehr Neugier in der Stimmung oder sowas.
00:12:48: Zum Beispiel, es stand vor eines Hauses Tor ein Esel mit gespitztem Ohr.
00:12:54: Also zum Beispiel jetzt. Das ist jetzt ein Gedicht.
00:12:57: Das war für die Schule was, hm? Ja, genau.
00:13:00: Aber trotzdem, da sagt er mir vielleicht so, da könntest du das Wort anders
00:13:04: betonen oder auch bei dem, der naseweisen Buben zwehen.
00:13:11: Das ist ein Wilhelm-Busch-Gedicht, was die in der Schule vortragen müssen.
00:13:14: Da habe ich natürlich auch ein paar Tipps gegeben. Da sage ich dann zum Beispiel, wie sie es betont.
00:13:19: Und beim Podcast ist es ähnlich. Da mache ich halt die Regie,
00:13:24: lege aber viel Wert darauf, dass wir es vorher zusammen durchproben.
00:13:27: Also ich nehme sie ja einzeln auf jetzt bei der Produktion.
00:13:30: Wir üben es aber vorher im Dialog und entwickeln dann so, welche Emotionen da
00:13:35: an welcher Stelle und dass sie das schon so ein bisschen im Ohr hat,
00:13:37: wie auch ich da rede, wie es zusammenfließt, bevor wir dann die Einzel setzen.
00:13:42: Und da muss sie halt schon ein paar Mal wiederholen, wobei es dann so ab dem
00:13:45: vierten Mal kritisch wird.
00:13:47: Beim fünften Mal wird sie mich erwürgen. Das heißt, beim vierten Mal muss es eigentlich sitzen.
00:13:52: Das ist interessant. Das heißt, ihr nehmt das gar nicht zusammen auf
00:13:56: und geht quasi in den gespielten Dialog, sondern du nimmst erst dich auf oder
00:14:03: umgekehrt und dann deine Tochter und schneidest es dann zusammen.
00:14:07: Also ich nehme erst Sadie auf, weil sie braucht natürlich hier und da ein bisschen
00:14:10: mehr Regie und dann schneide ich das schon zurecht und ich spreche dann zu ihrer
00:14:15: Stimme aber meist dann schon dazu. Also ich setze dann Pausen im Schnitt und
00:14:19: spreche dann erstmal eine Version dazwischen.
00:14:22: Kann sein, dass ich dann nachher noch was austausche, aber so habe ich dann
00:14:24: sie schon mal im Ohr und kann dann gut auf sie reagieren.
00:14:27: Es wäre jetzt, wenn wir es zusammen aufnehmen, wäre natürlich schön,
00:14:30: aber das wird dann natürlich sehr lang dauern, weil da muss ich mal was wiederholen,
00:14:34: weil ich mache es ja auch nicht immer beim ersten Mal perfekt.
00:14:37: Sie muss was wiederholen, da muss ich ihr Anweisungen geben und wenn man jetzt
00:14:41: keinen externen Regisseur noch dazu hat, dann wird das zu kompliziert. Ich habe doch eine Idee.
00:14:48: Wir könnten doch zusammen aufnehmen und dann, wenn du dran bist,
00:14:51: dann mache ich das und dann sage ich dir dann Anweisungen und das mache ich dann 20 Mal.
00:14:58: Genau, dann macht sie Regie und lässt mich dann leiden. Genau.
00:15:03: Ich habe jetzt gedacht, dass ich für meine Hörerinnen und Hörer noch ein paar
00:15:06: Tipps kriege zum Sprechen vom Blatt.
00:15:09: Aber dazu haben Jens und ich schon mal gesprochen vor einigen Jahren,
00:15:14: muss man schon fast sagen. Das ist aber lang her. Ja, ja, genau.
00:15:16: Aber ich nehme an, die Tipps sind noch die gleichen.
00:15:19: Also auch den Podcast werde ich verlinken in den Shownotes. Muss ich mir aber nochmal anhören.
00:15:24: Kann sein, dass ich sage, was habe ich denn da erzählt? Ich weiß nicht mehr.
00:15:27: Hast du denn sonst zwei, drei Tipps zum Sprechen vom Blatt für Podcaster?
00:15:33: Ja, es ist natürlich in unserem Fall Hörspiel ist wieder was anderes,
00:15:36: weil wir da in eine Figur reingehen, Weil man jetzt als Podcaster irgendwie
00:15:40: was erzählt, bleibt man ja sozusagen man selbst oder man ist zumindest in der
00:15:44: Figur des Experten oder was auch immer, Coach.
00:15:47: Naja, man sollte sich vorher eventuell ein paar Zeichen machen,
00:15:51: welche Wörter wichtig sind, was betont man. Nicht jedes Wort betonen,
00:15:55: viele Anfänger machen ja den Fehler, die betonen jedes Wort im Satz.
00:16:00: Und das klingt dann so ein bisschen künstlich oder viele Journalisten machen,
00:16:06: die machen am Schluss immer so einen Bogen.
00:16:08: Also, Brigitte Hagedorn macht ihren Podcast und...
00:16:12: Immer so diese gleichen Bogen am Schluss und das klingt dann sehr künstlich.
00:16:16: Also man sollte versuchen, auch wenn man es abliest, möglichst natürlich zu
00:16:19: sprechen, als wenn man es jemandem erzählt und nicht abliest.
00:16:21: Und das ist die große Kunst.
00:16:23: Nichts schwieriger als, sei ganz natürlich.
00:16:27: Genau. Es ist auch schwer, ein und zu sprechen. Also zum Beispiel...
00:16:33: Ich werde jetzt gehen und werde und.
00:16:38: Sie verschluckt manchmal das D. Normalerweise sagen wir immer und.
00:16:42: Also wir sprechen ja nicht ganz doll das D. Außer bei einem Podcast oder Hörspiel
00:16:47: was auch immer, muss man das D deutlich hören.
00:16:51: Also das sind so ein paar Sachen, wo sie dann manchmal in den Buchstaben vernuschelt
00:16:55: und da muss ich dann ein bisschen nerven und sagen das und habe ich jetzt nicht richtig gehört.
00:17:00: Ja, das ist das deutlich aussprechen. Da gibt es so Zungenübungen,
00:17:04: die man machen kann vorher. Dann machen wir eine Zunge, ein bisschen die Zähne
00:17:08: und dann spricht man so und versucht möglichst deutlich zu sprechen.
00:17:12: Das klingt furchtbar albern, aber das hilft dann sehr, die Muskulatur zu trainieren
00:17:16: und dann artikuliert man nachher wirklich sehr deutlich.
00:17:20: Das hat er früher mit mir mal gemacht.
00:17:22: Ich habe eine deutlichere Ausdauer und kann sehr gut artikulieren.
00:17:29: Ich finde Nach wie vor die Korkenübung.
00:17:31: Schön. Das ist ja ähnlich wie die Korkenübung, nur mit der Zunge dann.
00:17:34: Und die Zunge an den Daumen und dann zum Beispiel die gleiche Übung nochmal.
00:17:38: Oder die Zunge in die Wange stecken und dann dabei sprechen.
00:17:42: Und man trainiert dann die gesamte Muskulatur und dann klappt das besser mit der Artikulation.
00:17:47: Kurz zu sagen, ich habe gesagt, ich habe eine deutliche Aussprache und kann sehr gut artikulieren.
00:17:51: Das habe ich gerade gesagt. Genau, das ist so der Satz. Den kann man zum Beispiel,
00:17:54: man kann auch jeden anderen Satz nehmen. Aber der ist dann schon so ein bisschen
00:17:57: Selbstsuggestion dann und mit den verschiedenen Zungenstellungen dann durchsprechen
00:18:02: und dann nachher ist es dann wirklich hörbar besser.
00:18:06: Und wo produziert ihr? Wir sitzen jetzt hier in Sadies Kinderzimmer unter ihrem
00:18:12: Bett und du hast hier Technik aufgebaut.
00:18:15: Macht ihr das dann hier auch oder geht ihr in dein Studio? So jetzt darf ich erst mal erzählen.
00:18:22: Ich habe nicht so viel gesprochen wie du. Jetzt geht's los.
00:18:27: Also, wir machen es immer in Papas Arbeitszimmer und da hat er so eine...
00:18:34: Wie nennt man das? Du wolltest reden.
00:18:38: Ein Studio. Ja, er hat ein Studio da.
00:18:42: Sein großer Kasten. Und da nehmen wir mal auf. Also da ist auch so ein Monitor.
00:18:48: Also ein ganz kleiner Raum.
00:18:50: Eine Kabine. Ja, sag ich doch.
00:18:53: Eine Aufnahmekabine. Genau, sag ich doch. Da ich sie ja alleine aufnehme,
00:18:57: wenn wir zum Beispiel Dialog aufnehmen würden, könnte ich mir vorstellen,
00:19:00: dass hier, weil das ist hier so ein Hochbett mit so einer kleinen Sitzecke drunter,
00:19:04: wo wir jetzt gerade sitzen, du uns beiden gegenüber.
00:19:07: Und das wäre natürlich eigentlich super, weil das ist schon so ein bisschen
00:19:10: durch die Matratze über uns haben wir akustisch eigentlich schon eine recht gute Dämpfung hier.
00:19:15: Ja, man sitzt total bequem. Also ich finde es prima. Also vielleicht machen
00:19:18: wir tatsächlich mal eine Talk-Folge.
00:19:20: Wäre sowieso eine Idee. Also ich habe gedacht, wenn jetzt ein bisschen Hörerpost
00:19:23: mal irgendwann kommt, also ein bisschen was haben wir ja schon,
00:19:26: so ein bisschen Feedback, dann wollen wir mal eine Folge machen,
00:19:28: wo wir die Hörerpost besprechen.
00:19:30: Und da könnten wir das vielleicht auch mal frei aufnehmen. Das war mal eine
00:19:33: Idee. Bleiben wir mal gleich beim Feedback, ja?
00:19:36: Du sagst, es gab schon ein bisschen Feedback, ein paar Rückmeldungen.
00:19:40: Machst du zum Beispiel auch Werbung bei deinen Freundinnen in der Schule?
00:19:45: Ja, also manche haben das schon angehört.
00:19:49: Also zum Beispiel eine meiner Freundin, das habe ich noch gar nicht erzählt.
00:19:53: Und sie hat schon gestern alle drei Folgen durch, glaube ich.
00:19:59: Und was sagt sie? Sie hat gesagt, dass es sehr gut ist und dass ich meinen Papa lieben soll.
00:20:05: Ach so, nur mich. Aber du machst es aber auch gut. Und Lob an mich.
00:20:10: Ich habe es ja immer geschnitten, nicht er. Ach so, ja. Der tut nur so.
00:20:14: Eigentlich produziert sie alles, ich bin eigentlich nur der Assistent.
00:20:18: Ach so, ja. Aber wenn ich euch so sehe, traue ich dir das vollkommen zu. Ja.
00:20:24: Ich baue dir dein Bücherregal schon noch zusammen. Mein Tag hat auch nur 24 Stunden.
00:20:29: Aber es war ja fast fertig. Und dann ist es zusammengebrochen.
00:20:33: Ich hatte die Schrauben verwechselt, weil die falsch beschriftet waren.
00:20:37: Das kann passieren. Ja, und jetzt musst du von vorne anfangen.
00:20:41: Wie Sisyphos. Naja, ganz Unrecht hast du nicht.
00:20:46: Aber manchmal ist es auch gut, wenn man gezwungen ist, von vorne anzufangen,
00:20:49: weil es beim zweiten Mal meist besser wird.
00:20:51: Du meinst also, das Regal hält dann? Natürlich. Ich muss auch sagen,
00:20:55: sie ist sehr talentiert, was so
00:20:57: Hörspiel, weil sie auch in der Schule zum Beispiel in der Theater-AG ist.
00:21:00: Ich mache ja Impro-Theater auch, also da mache ich Musikbegleitung meistens
00:21:04: und nehme sie oft mit mal abends und sie kennt Theater inzwischen ganz gut und
00:21:09: ja, deswegen ist es auch schön, mit ihr zu arbeiten jetzt an diesen Sachen,
00:21:13: weil sie einfach da ein Talent hat.
00:21:15: Darf ich fragen, wie alt du bist, Heidi? Ich bin elf Jahre alt.
00:21:20: Also ich wurde elf vor zwei, drei Monaten. Vor drei Monaten, ne? Vor drei Monaten.
00:21:26: Also was Werbung betrifft, ich habe jetzt so kleine Visitenkarten drucken lassen,
00:21:30: wo dann ein QR-Code drauf ist.
00:21:31: Also man kann es dann mal den Leuten in die Hand drücken und ganz einfach kommen
00:21:34: sie dann mit dem Handy auf die Website. Da können sie dann, finden sie die ganzen
00:21:38: Links zum Abonnieren oder können es auch direkt auf der Website dann anhören.
00:21:41: Und habe es natürlich bekannt gemacht in meinen Netzwerken und ja,
00:21:45: es ist ganz gut angelaufen bis jetzt. Mal gucken, ob das dann nicht irgendwann
00:21:49: wieder abflacht, die Kurve. Da müssen wir jetzt weiter dran arbeiten,
00:21:51: dass es natürlich noch mehr Abonnenten dann gibt.
00:21:54: Jetzt habe ich noch mal ein paar Fragen, die du mir wahrscheinlich nicht beantworten kannst.
00:21:59: Also sind die eher an den Jens gerichtet.
00:22:02: Nämlich, wie du den hostest. Was ist hosten? Ich habe den Player auf der Webseite
00:22:08: gesehen. Es gibt eine eigene Webseite zu EchtJetztPapa.
00:22:13: Die heißt auch so EchtJetztPapa.
00:22:15: EchtJetztPapa.de. Wie hostest du das?
00:22:19: Erzähl mal. Zunächst zur Frage von Sadie. Hosten ist, wo der Podcast,
00:22:23: der muss ja irgendwo im Internet gespeichert sein.
00:22:26: Die ganzen Audio-Folgen, die man sich dann runterladen kann.
00:22:29: Und das nennt man Hosten.
00:22:31: Da gibt es einen, der bewahrt die sozusagen für mich auch, wo die Leute das
00:22:35: runterladen können. Und das ist bei mir All Inkel, heißt das.
00:22:39: Das ist ein sehr günstiger Hosting-Anbieter. Da habe ich alle meine Podcasts.
00:22:43: Also ich habe ja noch den Ohrenblicke-Podcast, der läuft schon ewig nicht mehr.
00:22:47: Der wird aber im August 20 Jahre. Ich überlege da nochmal eine Folge zu machen.
00:22:51: Weil ich meine, wer kann schon von sich sagen, er hat einen 20 Jahre alten Podcast.
00:22:55: Das ist ja schon wie ein Weinfass. Welchen Podcast? Ohrenblicke.
00:23:00: Den hast du noch nicht gehört, ne?
00:23:02: Kannst du dir auch mal anhören. Das verlinken wir auch alles,
00:23:04: weil die Folge ist auch toll. Ja, ich weiß, in dem muss man wirklich,
00:23:07: die alten Folge, es ist schon wirklich lange her und ich habe mich verändert,
00:23:12: mein Stil hat sich verändert und da ist jetzt so seit ein paar Jahren auch nichts mehr passiert.
00:23:16: Aber ich dachte, vielleicht mache ich da auch mal eine Jubiläumsfolge,
00:23:18: mal schauen und dann, ja.
00:23:21: Aber du bist doch Jens Ohrenblicker. Genau, da kommt ja auch der Name her, von Ohrenblicker.
00:23:25: Genau, und den habe ich da auch gehostet und dann mache ich ja noch den Limericks
00:23:29: Podcast, der kürzeste Podcast der Welt.
00:23:32: Ich konnte noch keinen finden, der einen kürzeren hat.
00:23:35: Ja, alles da gehostet und ich mache das dann mit WordPress. Das heißt,
00:23:38: ich habe mir WordPress installiert, jetzt für jedes Projekt eine WordPress-Installation
00:23:42: und da mache ich dann, der Limerick Podcast hat zum Beispiel dann einen ganzen
00:23:47: Blog, wo die einzelnen Folgen zu sehen sind.
00:23:49: Und hier bei Echt jetzt Papa wollte ich das möglichst minimalistisch,
00:23:52: dass ich auch möglichst wenig Arbeit damit habe.
00:23:55: Das heißt, da gibt es eigentlich nur eine Seite, ein Kontaktformular und dann
00:23:59: das übliche Impressum, Datenschutzerklärung und ein Player, wo man die Folgen
00:24:04: abspielen kann und Links zu den Abos.
00:24:07: Das ist aber auch mit WordPress gemacht, weil da kenne ich mich einfach inzwischen
00:24:10: gut mit aus. Ich habe da so ein Theme mir gekauft und habe da alles und weiß,
00:24:14: wie es funktioniert, bevor ich da irgendwas Neues ausprobiere.
00:24:17: Und dann nutze ich ein Podcast-Plugin, das heißt PowerPress.
00:24:21: Das habe ich auch schon immer genutzt. Deswegen, ja, bleibe ich dabei,
00:24:26: damit ich weiß, wie es geht und da nicht experimentieren muss.
00:24:29: Dafür wollte ich mir die Zeit dann auch nicht nehmen jetzt. Ich wollte eigentlich
00:24:32: möglichst schnell und möglichst einfach das Ding veröffentlichen.
00:24:35: Ja, und die Seite ist schön und übersichtlich. Man hat alle Folgen im Player
00:24:40: drin. Das finde ich auch sehr praktisch.
00:24:42: Was mich gleich zur nächsten Frage führt, Jens, was ist das für ein Player?
00:24:46: Ja, das ist so ein Plugin für WordPress. Ich glaube, das heißt auch einfach nur Podcast Player.
00:24:51: Und das ist relativ simpel. Da kann man dann das so ein bisschen,
00:24:55: wie man es haben will, welche Elemente drin sein sollen, welche nicht.
00:24:59: Das kann man dann mit so einem Shortcode dann auf eine, also wer sich jetzt
00:25:03: mit WordPress auskennt.
00:25:04: Kann man es dann auf eine WordPress-Seite einbauen. Es ist ja so,
00:25:08: ich wollte ja eigentlich nur diese Hauptseite haben, aber ich habe nicht daran
00:25:11: gedacht, dass man zum Beispiel in einer Podcast-App, wenn man jetzt auf die
00:25:14: Episode klickt, kommt man doch dann auf den Blogartikel.
00:25:18: Und da musste ich die Seiten dann doch minimal formatieren. Und da ist dann
00:25:22: einfach so ein HTML-Player drin, der mir dann von PowerPress generiert wird.
00:25:26: Aber normalerweise kommt man jetzt von der Hauptseite da gar nicht hin,
00:25:29: sondern nur über Umwege.
00:25:31: Auf der Hauptseite ist dann dieser Podcast-Player. Und da kann man in jede Episode
00:25:35: reinklicken im Player. Genau, das ist quasi eine Playlist, die der erstellt.
00:25:40: Und man kann dann sozusagen auch die Beschreibung dann klicken wir an.
00:25:43: Und das ist genauso, wie ich es haben wollte, möglichst kompakt,
00:25:46: dass man nicht lang rumscrollen muss, sondern wirklich sich das anhören kann
00:25:49: oder auf derselben Seite dann einfach direkt abonnieren.
00:25:51: Aber es gibt ja einfach Leute, die wissen nicht genau, was ist ein Podcast und
00:25:55: welche App benutzt man dafür. Und die einfach nur, wenn die Oma das hören möchte,
00:25:59: die kann dann auf die Seite gehen und direkt hören.
00:26:01: Und das wollte ich einfach, dass da wirklich alles möglichst einfach erreichbar ist.
00:26:05: Und das ist kein Player, der von PowerPress quasi mit eingebunden ist oder so?
00:26:10: Also mit PowerPress kann man auch, glaube ich, Playlist. Das hatte ich ja bei
00:26:13: dem Limerick-Podcast. Da ist auch eine Playlist auf meiner Hauptseite.
00:26:17: Aber das habe ich jetzt bewusst mit diesem Podcast-Player gemacht,
00:26:20: weil der hat noch ein bisschen mehr Möglichkeiten und der sieht noch ein bisschen schicker aus dann.
00:26:24: Wer ist denn die Zielgruppe für euren Podcast?
00:26:27: Podcast. Bei Apple zum Beispiel gibt es die Kategorie Bildung und es gibt die
00:26:32: Kategorie Bildung für Kinder.
00:26:35: Wo hast du den einsortiert? Ich weiß nicht, ob Kinder von uns was lernen,
00:26:39: weil eigentlich lernen wir eher von den Kindern.
00:26:41: Zinses, Zinsen. Zinses, Zinsen, ja genau. Zinses.
00:26:46: Klar, man kann da vielleicht auch ein bisschen was lernen, aber das ist jetzt
00:26:49: nicht das Hauptziel dieses Podcasts, ist schon Unterhaltung.
00:26:52: Und zwar, ich denke, für Familien, für Eltern, die Kinder haben,
00:26:55: für Großeltern, auch für Kinder vielleicht, die sich das anhören mögen.
00:27:01: Es ist eigentlich recht breit gefächert, also wesentlich größere Zielgruppe
00:27:04: als zum Beispiel Limericks.
00:27:05: Aber ich wollte noch sagen, dass es auch für Hörer, Hörerinnen gut ist,
00:27:10: interessant ist, Spaß macht, die keine Kinder haben, die keine Familie haben.
00:27:15: Also es ist einfach eine nette Unterhaltung.
00:27:18: Natürlich, ja. Ich habe es jetzt unter Kinder und Familie zum Beispiel als Kategorie.
00:27:23: Man kann ja auch verschiedene Kategorien angeben, aber das ist so die Hauptkategorie,
00:27:28: wo natürlich wahrscheinlich viele Familien sind. Aber klar, es kann jeder hören.
00:27:31: Es gibt ja ein Vorbild für diesen Podcast. Das habe ich noch gar nicht erzählt.
00:27:35: Es gab in den 70ern im Radio. Papa Charlie hat gesagt.
00:27:42: Das war ein bisschen politischer natürlich und natürlich eine ganz andere Zeit.
00:27:46: Der Vater war auch ein bisschen strenger als dieser Vater in dem Podcast und
00:27:50: vom ganz anderen Schlag.
00:27:52: Das ist natürlich ein Vorbild auch, aber es ist bewusst auch natürlich anders,
00:27:56: weil einfach eine etwas modernere Familie ist.
00:28:01: Es wird auch mal politisch hier und da. Es geht ja auch um Demokratie zum Beispiel in einer Folge.
00:28:06: Ich habe auch eine Folge, da geht es um Gleichberechtigung, die ist auch schon
00:28:09: geschrieben, noch nicht aufgenommen.
00:28:11: Und es wird auch mal politisch, aber es geht halt auch um Familienthemen,
00:28:14: um philosophische Themen vielleicht auch manchmal.
00:28:18: Um alle Themen, die so anfallen in einer Familie. Und vielleicht die letzte Frage.
00:28:23: Was habt ihr denn schon gelernt durch das Produzieren, durch die Aufnahmen? Was wird immer besser?
00:28:33: Was fällt euch mittlerweile leicht, was am Anfang schwierig war?
00:28:36: Gibt es da was? Also ich habe Zinsen gelernt. Ja, also Ihre Zinsen wachsen nach wie vor.
00:28:45: Und legst du dein Taschengeld jetzt auch an? Nee, in Süßigkeiten,
00:28:50: genau. Also das ist tatsächlich genau in der Folge.
00:28:52: Aber wir haben tatsächlich eine Papa-Bank, die heißt aber bloß anders.
00:28:56: Aber sie kennt die Folge noch gar nicht. Die ist nämlich noch jetzt zum Zeitpunkt
00:28:59: der Aufnahme noch gar nicht erschienen.
00:29:01: Aber ich glaube, Brigitte meinte eher, was wir so am Aufnehmen gelernt haben,
00:29:05: am Produzieren. Ja, am Aufnehmen, aber vielleicht auch miteinander,
00:29:09: dass ihr euch besser vielleicht aufeinander eingehen könnt.
00:29:17: Sag du mal was. Sag du doch mal was. Ja, man lernt Geduld.
00:29:23: Faddy schüttelt mit dem Kopf. Ja, du kannst ja auch was sagen.
00:29:27: Also dann sag ich halt mal was.
00:29:30: Also, man lernt keine Geduld.
00:29:34: Ich habe keine Geduld. Siehst du, jetzt haben wir gleich schon wieder ein neues Thema. Geduld.
00:29:38: So passiert das nämlich. Wir haben eine kleine Diskussion. Sie hat eine andere
00:29:41: Meinung. Und dann notiere ich mir einen Gedanken.
00:29:44: Thema Geduld. Das schreibe ich mir dann auf. Und dann setze ich mich irgendwann
00:29:48: hin und schreibe dazu eine Folge. Wo bleibt die denn so lange?
00:29:51: Sie ist wahrscheinlich gerade zur Haustür raus.
00:29:54: Mensch, du musst dich in Geduld üben, wenn du es halbwegs entspannt durchs Leben
00:29:58: schaffen willst. Entspannen kann ich am See.
00:30:01: Ich bin ein Kind. Voller Tatendrang und Lebenslust. Warten gehört nicht zu meiner Bestimmung.
00:30:08: Aber warten gehört zum Leben.
00:30:10: Wer warten kann, der genießt auch mehr Lebensfreude. Weil er nicht ständig auf
00:30:14: die Uhr gucken muss und sich dann ärgert, dass die Zeit nicht vergeht.
00:30:17: Also hast du gerade Lebensfreude? Ich ruhe in mir selbst und fühle inneren Frieden.
00:30:25: Ich habe so eine Meditations-App. Da sagt
00:30:27: man sich solche Sachen und hört Entspannungsmusik. Das hilft bei Stress.
00:30:32: Und das ist auch gut gegen Ungeduld.
00:30:34: Ich will aber gar nicht in mir selbst ruhen, sondern am Badestrand.
00:30:38: Ich glaube, das ist tatsächlich auch was, was ich lerne, so drauf losschreiben.
00:30:41: Ich denke immer vorher, ach, man muss schon wissen, wie die Geschichte ausgeht,
00:30:44: wo die Pointe ist. Aber ich habe gemerkt, es hilft mir viel mehr.
00:30:48: Ich schreibe einfach los, ich kenne die Figuren, ich weiß ungefähr,
00:30:51: wie die reden und wie die miteinander reden.
00:30:53: Und lasse die Folge so sich entwickeln und komme immer irgendwo dann auch hinten
00:30:56: raus. Also da habe ich ein bisschen Routine jetzt auch bekommen durch das Schreiben. Schön.
00:31:01: Und du, Sadie, gibt es bei dir was, wo du sagst, heute bist du weniger aufgeregt,
00:31:06: beispielsweise bei so einer Folge, wenn ihr das aufzeichnet?
00:31:10: Oder es geht schneller, du musst nur zwei Wiederholungen machen statt fünf.
00:31:16: Deutliche Aussprache. Ah, super. Meine Aussprache ist besser geworden.
00:31:23: Und bei dem Ablesen, also laut. Ich lese halt immer eigentlich leise statt so
00:31:30: laut, weil ich bin das ja nicht gewohnt. Das ist eigentlich eine gute Übung
00:31:34: für mich, weil ich muss ja ablesen.
00:31:36: Ja, das ist eine gute Übung für mich.
00:31:38: Schön. Und ich finde auch, dass sie besser wird, dass sie mehr Routine kriegt.
00:31:42: Sie weiß ja schon, worauf es ankommt. Und wenn ich ihr sage,
00:31:44: die und die Emotion jetzt mehr Richtung, da ist sie gerade frech oder da ist
00:31:48: sie gerade erstaunt. Und das geht meist sehr schnell.
00:31:52: Man merkt es aber auch durch ihre Theatererfahrung jetzt. und morgen ist ja
00:31:55: der große Auftritt, da ist sie auch schon ganz aufgeregt.
00:31:58: Ich habe vier, ich mache dann vier Aufführungen.
00:32:01: Also dreimal in der Schule und einmal auch zwei in der Schule,
00:32:05: aber abends. Und was für ein Stück?
00:32:08: Spuren. Spuren? Was heißt du?
00:32:12: Was modernes. Das ist selbstgeschrieben von euch. Ach so, selbstgeschrieben,
00:32:17: alles klar. Ja, also da geht so immer ein Mädchen, das verschwunden ist.
00:32:21: Ich bin halt die beste Freundin. Und das ist auch selbstgeschrieben.
00:32:25: Ja, wir mussten auch Emotionen lernen. Wir werden auf der Bühne wütend,
00:32:29: traurig und so sind. Und ja, es war schlimm.
00:32:33: Schlimm? Ja, es war schlimm, weil manche haben geweint.
00:32:37: Also Nachwieten sollte traurig sein. Und dann mussten wir versuchen,
00:32:43: theaterlisch zu lachen. Äh, ich meine zu weinen.
00:32:47: Und das war schlimm. Und was, hast du gekonnt?
00:32:51: Ja. Ja, schon richtig Schauspielerei, was die machen. Das hört sich so an.
00:32:55: Ja, und das kommt natürlich auch dem Projekt jetzt hier zu Pass.
00:32:59: Weil einfach, ja, es macht Spaß, wenn dann diese Dialoge, die man geschrieben
00:33:03: hat, dann lebendig werden. und man hört die beiden wirklich,
00:33:06: wie sie miteinander reden, auch wenn wir es einzeln aufnehmen.
00:33:09: Toll. Mir hat das total viel Spaß gemacht, mit euch zu sprechen.
00:33:13: Ich freue mich, dass ich neugierig fragen durfte und sage vielen Dank euch beiden.
00:33:19: Ja, wir sagen auch Danke und wir würden uns freuen, wenn alle deine Hörer auch
00:33:23: mal bei uns reinhören und Hörerinnen. Dann kann sich auch mein Papa eine Nudelsuppe kaufen.
00:33:30: Wenn sie Sternchen geben, das war der Gag. Wenn sie Sternchen geben,
00:33:33: bei Apple oder bei Spotify, dann können wir uns eine Nudelsuppe machen.
00:33:37: Und außerdem, du machst ja auch keinen Sport. Das ist nicht wahr.
00:33:42: Ich habe ein Abo im Fitnessstudio. Ja, weil Mama dir das geschenkt hat.
00:33:46: Das war ja auch eine gute Idee von ihr. Und warum gehst du nie hin?
00:33:50: Ich war neulich da. Ja, einmal.
00:33:54: Nach deinem Geburtstag. Der war letztes Jahr.
00:33:57: Ich hatte viel um die Ohren. Und hat Mama dir eine Entschuldigung geschrieben? Braucht sie nicht.
00:34:03: Sie hat ja für das Abo bezahlt. Dann musst du Mama eine Entschuldigung schreiben.
00:34:08: Und ich möchte, dass du gesund und fit bleibst. Ich brauche dich noch ein paar Jahre.
00:34:13: Die Links zum Podcast finden Sie in den Shownotes. Das Hören macht echt Spaß.
00:34:19: Ich werde auch noch andere Episoden mit Jens in den Shownotes teilen.
00:34:23: Denn wie gesagt, wir haben zum Beispiel schon mal zum Thema Sprechen vom Blatt gesprochen.
00:34:28: Außerdem verlinke ich noch einen Text, den ich für eine Blogparade geschrieben habe.
00:34:34: Der Titel war, warum ich meinen Podcast liebe.
00:34:39: Und dort schreibe ich, warum ich meinen Podcast nicht jeden Tag liebe und worauf
00:34:45: ich aber auf keinen Fall verzichten möchte.
00:34:48: Vielleicht ist das auch interessant für Sie.
00:34:51: Und ich danke Ihnen jetzt fürs Zuhören und wünsche Ihnen viel Spaß mit Echt jetzt Papa.
00:34:58: Ich freue mich, wenn Sie nächstes Mal wieder dabei sind. Eine gute Zeit bis
00:35:02: dahin, wünscht Ihnen Brigitte Hagedorn.