00:00:41: (Transkribiert von TurboScribe. Upgrade auf Unbegrenzt, um diese Nachricht zu entfernen.) Hallo und herzlich willkommen beim Podcast übers Podcasten.
00:00:46: Mein Name ist Brigitte Hagedorn.
00:00:48: Heute spreche ich mit einer Mehrfachtäterin in Sachen
00:00:52: Podcasting, mit Jana Schlosser.
00:00:56: Jana Schlosser nennt drei Podcasts mittlerweile ihr eigen.
00:01:00: Hallo Jana, ich freue mich sehr, dass wir
00:01:03: uns heute treffen.
00:01:04: Ja, ich freue mich auch sehr, hallo.
00:01:06: Drei Podcasts, wow, kann ich da nur sagen.
00:01:10: Und meine erste Frage ist, was begeistert dich
00:01:13: so sehr an diesem Medium?
00:01:14: Na tolle Frage.
00:01:20: Es entspricht einfach meinem Wesen.
00:01:23: Ich bin Kommunikationsdesignerin und ich liebe Kommunikation.
00:01:29: Und obwohl ich natürlich als Designerin vor allen
00:01:31: Dingen andere Medien gestalte, hat sich aber ja
00:01:35: meine Arbeit immer mehr so hingebaut, dass ich
00:01:40: auch viel berate und viel mit meinen Kunden
00:01:44: einfach spreche und meine Kunden begleite in ihrem
00:01:47: Entwicklungsprozess.
00:01:49: Also, wenn ich eine Marke, einen Markenauftritt gestalte,
00:01:52: ist das eine Begleitung.
00:01:53: Wenn ich eine Buchgestaltung begleite, ist das auch
00:01:57: eine, also gestalte, ein Buch gestalte, ist das
00:01:59: auch eine Autorenbegleitung.
00:02:00: Es ist immer Begleitung, immer Kommunikation.
00:02:03: Und es gibt immer wieder Themen, die halt,
00:02:06: die sich wiederholen.
00:02:08: Und dadurch dachte ich irgendwann, eigentlich kann ich
00:02:10: darüber auch mal reden, sodass sich das jeder
00:02:12: einfach anhören kann.
00:02:14: Gute Idee.
00:02:16: Einer deiner ersten Podcasts, also das nehme ich
00:02:20: an, dass das einer deiner ersten oder der
00:02:22: erste war, ist der Podcast Snackable.
00:02:26: Das waren kurze, knackige Grafiktipps.
00:02:31: Was war das Ziel damals, als du den
00:02:33: gestartet bist, gestartet hast?
00:02:35: Also im Grunde tatsächlich als Akquise-Tool.
00:02:38: Also, die Motivation ist sicherlich auch noch ein
00:02:40: bisschen anders.
00:02:41: Die Motivation für mich ist immer Neugier.
00:02:44: Und ich wollte das einfach probieren.
00:02:47: Ich habe so gedacht, also, ich denke, von
00:02:50: fast allen Dingen kann ja nicht so schwer
00:02:52: sein.
00:02:55: Ich mache auch manchmal was mit den Händen,
00:02:57: neulich ein Hochbett bauen.
00:02:59: Aber dieses Medium Podcasten, ich höre wahnsinnig gerne
00:03:06: Podcasts und finde die Unabhängigkeit von Podcasts so
00:03:11: toll.
00:03:12: Und das selbst zu machen, hat mich einfach
00:03:14: gereizt.
00:03:15: Also Neugier hat mich motiviert, damit überhaupt zu
00:03:17: starten.
00:03:18: Akquise dann als Hauptthema.
00:03:20: Ich wollte einfach Menschen erreichen, die, ich sag
00:03:24: mal so, keine Ahnung, von Design haben, vieles
00:03:27: selbst gestalten und wollte mit diesen Häppchenweise-Grafiktipps
00:03:34: einfach wirklich Mehrwert liefern, dass es sind Tipps,
00:03:39: die wirklich einen, also Informationen enthalten, die nützlich
00:03:45: sind, wenn man selbst gestaltet, ohne eine Ausbildung
00:03:48: zu haben.
00:03:49: Und natürlich aber mit dem Hintergedanken, wenn du
00:03:51: nicht weiterkommst, sprich mich an.
00:03:57: Und jetzt machst du den Podcast »Ist das
00:04:01: schön?« mit einem Fragezeichen und einem Ausrufezeichen
00:04:06: am Ende.
00:04:08: Und du schreibst auf deiner Webseite, das hat
00:04:10: mir sehr gut gefallen, »Schönheit ist kein Luxus,
00:04:14: sie ist das, was fehlt, wenn alles nur
00:04:16: noch funktioniert.« Ja, das würde ich sofort
00:04:20: unterschreiben.
00:04:21: Und du gibst hier in dem Podcast der
00:04:24: Schönheit eine Stimme.
00:04:27: Kannst du da auch ein Ziel definieren, ein
00:04:30: Warum?
00:04:30: Im Grunde genommen, ja, wirklich, das habe ich,
00:04:33: glaube ich, auch irgendwo auf die Website geschrieben,
00:04:35: bin ich fest davon überzeugt, dass wir Schönheit
00:04:37: unterschätzen als einen Bestandteil des Lebens, der uns
00:04:43: glücklich macht.
00:04:47: Schönheit ist da.
00:04:48: Viele denken ja, wenn ich das erste Mal
00:04:50: darüber spreche, dass ich mich als die Pressesprecherin
00:04:53: der Schönheit bezeichne und dass ich Schönheit so
00:04:55: wichtig finde in meinem Leben, denken die, »Oh
00:04:58: ja, Beauty ist die eine Fraktion.« Aber
00:05:01: mit Beauty hat das für mich persönlich gar
00:05:03: nichts zu tun.
00:05:04: Natürlich, also ich führe ja zum Teil Interviews
00:05:07: und zum Teil teile ich meine eigenen Gedanken.
00:05:11: Und in den Interviews hatte ich jetzt auch
00:05:12: mal einen Fotografen, der Porträts fotografiert.
00:05:15: Und natürlich ging es auch um Selbstbild, Fremdbild.
00:05:20: Und trotzdem ging es nicht um Beauty, interessanterweise.
00:05:24: Und die andere Geschichte ist aber, dass Schönheit
00:05:28: ist immer da.
00:05:31: Und wir nehmen sie nicht wahr.
00:05:34: Wir nehmen sie einfach nicht wahr.
00:05:36: Sie ist ja vorhanden in der Natur, in
00:05:38: allem.
00:05:39: Und sie ist eine unfassbare Motivation.
00:05:42: Also ich bin davon überzeugt, dass selbst derjenige,
00:05:46: der immer behaupten würde, »Ach, Schönheit interessiert mich
00:05:49: nicht«, am Ende doch vor dem Laden steht
00:05:52: und sich fragt, »Kaufe ich das Hemd oder
00:05:54: kaufe ich die Farbe?« oder »Möchte ich
00:05:57: jetzt diese Kaffeemaschine oder die Kaffeetasse?«, die
00:06:00: gefällt mir, weil der Aufdruck so toll ist.
00:06:02: Also man hat doch immer im Hinterkopf ein
00:06:05: System zu laufen, das auch den Aspekt der
00:06:10: Schönheit enthält.
00:06:13: Ja, und nicht nur so bei der Ästhetik
00:06:16: oder ästhetischen Schönheit oder keine Ahnung, wie man
00:06:19: das dann ausdrücken würde.
00:06:22: Aber auch Begegnungen sind schön oder Spreche sind
00:06:25: schön.
00:06:27: Alltag ist schön.
00:06:30: Ja, also es ist doch schön.
00:06:34: Man gebraucht das Wort ja auch ständig.
00:06:37: Also ich gebrauche das ständig.
00:06:39: Irgendwas ist schön.
00:06:40: Irgendwas war schön.
00:06:41: Der Tag war schön.
00:06:42: Das Gespräch war schön.
00:06:44: Es ist ein schöner Aspekt.
00:06:46: Also das ist so ein Alltagsbegriff.
00:06:48: Ich habe übrigens eine Episode genau zu dem
00:06:51: Begriff gemacht.
00:06:54: Schön ist das Wort, was war meine ursprüngliche
00:06:57: These, das meist missbrauchte Wort der deutschen Debatte.
00:07:02: Und dann bin ich dem Thema aber mal
00:07:04: auf den Grund gegangen.
00:07:06: Es kann ja auch das Gegenteil ausdrücken, wie
00:07:10: ganz schön teuer.
00:07:13: Das ist ja dann ein Paradox im Grunde
00:07:17: genommen.
00:07:18: Und trotzdem verwenden wir dieses Wörtchen.
00:07:21: Und das ist in unserem Sprachgebrauch so viel
00:07:24: vorhanden.
00:07:25: Das ist schon Wahnsinn.
00:07:26: Aber weißt du was?
00:07:27: Ich möchte mal auf deine allererste Frage eingehen.
00:07:29: Warum hat mein Titel Ist das schön?! ein
00:07:32: Fragezeichen und ein Ausrufezeichen?
00:07:34: Und ich habe mir ja sehr viel Mühe
00:07:37: gegeben, da sind wir jetzt auch schon in
00:07:39: so einem technischen Aspekt, mit dem Intro zu
00:07:42: diesem Podcast.
00:07:43: Den habe ich beauftragt.
00:07:44: Ich habe das Intro beauftragt an einen Musiker
00:07:46: und habe das mit ihm zusammen erarbeitet.
00:07:49: Weil auch die Frage, wie klingt denn Schönheit,
00:07:53: da fängt es ja schon an.
00:07:56: Und ich finde immer, dass es einerseits die
00:08:00: Frage gibt, ist das schön?, was wir gerade
00:08:03: machen, dass wir uns hier unterhalten, als Frage.
00:08:07: Aber ich kann auch sagen, ist das schön!,
00:08:10: dass wir uns jetzt unterhalten?
00:08:11: Und da ist dann das Ausrufezeichen dahinter.
00:08:13: Und ich konnte mich nicht entscheiden.
00:08:15: Und dann hat eine Bekannte, die ich sehr,
00:08:19: sehr schätze, die Maren Martschenko, die habe ich
00:08:21: auch schon interviewt.
00:08:22: Die hat mir dann geschrieben auf meine Frage,
00:08:24: ja, was mache ich denn?
00:08:25: Und hat sie gesagt, na, nimm doch beides.
00:08:27: Und dann habe ich gedacht, ja, warum eigentlich
00:08:30: nicht?
00:08:33: So ist das entstanden.
00:08:36: Ja, und kurz und bündig.
00:08:38: Und du hast noch einen Untertitel, den habe
00:08:43: ich jetzt aber.
00:08:44: Wie ist dein Untertitel?
00:08:46: Weil die Frage ist ja immer, der Titel
00:08:48: spielt ja eine große Rolle, dass wir dann
00:08:51: gefunden werden.
00:08:52: Und natürlich ist die Frage.
00:08:54: Also die Website heißt ja auch, ist das
00:08:56: schön.de, der Podcast über die Kraft, die
00:08:59: im Schönen steckt.
00:09:01: Genau.
00:09:02: Über die Kraft, die im Schönen steckt.
00:09:04: Die Frage, ob man das suchen würde.
00:09:07: Würde man das suchen?
00:09:08: Ich glaube, ich habe darüber nicht nachgedacht.
00:09:10: Obwohl ich Kommunikationsdesignerin bin und durchaus marketingtechnisch auch
00:09:14: denke.
00:09:15: Ich bin keine Marketingfachfrau.
00:09:16: Also das bin ich nicht.
00:09:18: Aber ich kenne mich natürlich logischerweise ein bisschen
00:09:21: aus mit Marketing.
00:09:22: Ja, natürlich.
00:09:24: Ich denke aber auch, dass es gerade in
00:09:28: der heutigen Zeit eine Marketingfrage ist, nicht das
00:09:31: zu machen, was alle machen.
00:09:34: Das stimmt, nur wenn Suchmaschinen einfach so funktionieren,
00:09:38: funktionieren sie so.
00:09:40: Also vielleicht kannst du das Wort Schönheit noch
00:09:43: reinbauen in den Untertitel.
00:09:45: Die in der Schönheit steckt.
00:09:47: Ihre eine Idee, der Podcast über die Kraft,
00:09:50: die in der Schönheit steckt.
00:09:52: Das schreibe ich mir auf.
00:09:55: Ja, und Jana, aller guten Dinge sind drei,
00:10:01: sagt man ja.
00:10:01: Und du hast noch einen dritten Podcast, der
00:10:05: heißt So viel Zeit muss sein.
00:10:08: Und den machst du mit deinem Mann, Frank
00:10:10: -Georg Schlosser.
00:10:12: Ich habe da ein paar Folgen gehört und
00:10:15: habe mich gefragt, machst du vielleicht so viele
00:10:17: Podcasts mittlerweile, dass dein Mann gesagt hat, also
00:10:20: wenn ich Zeit mit dir verbringen will, muss
00:10:22: ich einfach mit dir einen Podcast machen.
00:10:27: Also wenn du mal auf die Timeline geguckt
00:10:29: hast, dann würdest du feststellen, dass wir den
00:10:32: Podcast, ich glaube, 2021 gestartet haben.
00:10:36: Es hat schon ein bisschen einen Zusammenhang mit
00:10:38: der Corona-Pandemie und dass wir ja sehr
00:10:41: viel zusammen waren.
00:10:42: Er ist aber auch, ja, er ist so
00:10:44: ein bisschen so, du machst immer alles Mögliche,
00:10:47: ich will auch.
00:10:48: Das steckt auch da drin.
00:10:49: Es ist der Versuch, auch einfach mal etwas
00:10:53: Gemeinsames zu machen, wobei ich denke, dass das
00:10:56: nicht so gut funktioniert.
00:10:58: Es gibt nur elf Folgen und eine zwölfte
00:11:01: habe ich noch in Arbeit.
00:11:03: Ich schaffe das bloß immer nicht, weil es
00:11:04: ist eben einfach viel Arbeit.
00:11:07: Wir haben, ich glaube, es ist ein Experiment,
00:11:09: ein familiäres Experiment, an dem wir beide unseren
00:11:12: Spaß haben.
00:11:13: Ich muss aber dazu sagen, noch viel, viel
00:11:15: mehr Spaß habe ich ja tatsächlich an dem
00:11:18: Titel »So viel Zeit muss sein«, denn dazu
00:11:22: gibt es eine ganz zauberhafte Anekdote, weil als
00:11:26: wir uns kennengelernt haben, 2014, haben wir in
00:11:30: unserem ersten Gespräch so auf der Wiese liegen,
00:11:33: da war noch gar nichts.
00:11:35: Das war so erstes vorsichtiges Kennenlernen und so
00:11:38: mal uns unterhalten.
00:11:40: Da habe ich irgendwas erzählt und er sagte,
00:11:42: du bist ein Held.
00:11:44: Dann habe ich gesagt, nein, ich bin eine
00:11:46: Heldin, »So viel Zeit muss sein«.
00:11:50: Und dieser Moment, ich bin gar keine radikale
00:11:55: Genderin oder Vertreterin des Genderns, obwohl ich das
00:11:58: sehr wichtig finde, dieser Begriff »So viel Zeit
00:12:02: muss sein«, der taucht in unserer Beziehung immer
00:12:04: mal wieder auf.
00:12:05: Ich mag das und deswegen haben wir auch
00:12:08: irgendwann unsere gemeinsame Website, die hier so eine
00:12:13: Art Blog-Website ist, die wir alle nicht
00:12:15: bespielen, weil wir keine Zeit dafür haben, die
00:12:19: aber an sich, finde ich, einen ganz tollen
00:12:22: Grundgedanken verfolgt, und zwar über unsere Themen zu
00:12:29: schreiben oder eben auch zu sprechen, also Bücher,
00:12:32: die uns beschäftigen, mein Mann ist Cineast, würde
00:12:37: ich behaupten, er geht also wahnsinnig viel ins
00:12:38: Kino und ich so gut wie gar nicht.
00:12:41: Also wir haben auch unterschiedliche Interessen, aber einen
00:12:45: Ort zu haben, wo wir darüber sprechen, uns
00:12:48: austauschen, das finde ich schön, mal wieder bei
00:12:51: meinem Begriff zu bleiben.
00:12:53: Und das verbindet uns auch.
00:12:56: Ansonsten ist es einfach auch Spaß.
00:12:58: Also man kann ja Dinge auch tun, weil
00:13:00: man Spaß daran hat.
00:13:01: Und diese Episoden haben uns ein bisschen auf
00:13:04: uns, also psychologisch auch auf uns zurückgeworfen, festzustellen,
00:13:09: wir müssen vorher festlegen, wer fragt, wer antwortet,
00:13:15: weil gemeinsam, also so unvorbereitet, das funktioniert gar
00:13:20: nicht zwischen uns.
00:13:23: Das ist auch schwierig, man denkt das immer
00:13:27: so.
00:13:27: Wie oft sagen Leute, ach ja, das ist
00:13:31: immer so nett, wenn wir uns unterhalten, lass
00:13:33: uns doch einfach mal ein Mikro aufstellen.
00:13:36: Und dann funktioniert gar nichts, oder es kommt
00:13:39: kein roter Faden, oder man quatscht sich ständig
00:13:42: dazwischen.
00:13:43: Genau, und es soll ja auch nicht langweilen,
00:13:45: deswegen gehe ich schon relativ radikal dann auch
00:13:48: hinterher in den Schnitt und schneide auch raus,
00:13:50: wenn es Längen gibt, das mag ich nicht.
00:13:53: Und trotzdem ist das ja ein Podcast, also
00:13:55: schon ein bisschen ein Laber-Podcast.
00:14:02: Du hast eben schon gesagt, das macht alles
00:14:04: viel Arbeit.
00:14:06: Magst du ein bisschen über deine Podcast-Produktion
00:14:10: plaudern?
00:14:11: Wir hatten eben im Vorgespräch, quasi hast du
00:14:14: schon erzählt, dass du mit Riverside arbeitest.
00:14:18: Was nutzt du von Riverside, welche Möglichkeiten?
00:14:23: Also, ich glaube, mein riesengroßer Vorteil ist tatsächlich
00:14:27: auch in dieser Hinsicht, dass ich Kommunikationsdesignerin bin,
00:14:31: dass ich technikaffin bin und dass ich einfach
00:14:33: neugierig bin und Spaß daran habe, Dinge auszuprobieren.
00:14:38: Das Thema Schönheit beschäftigt mich ja schon seit
00:14:41: meiner Kindheit.
00:14:42: Und seit Jahren will ich einen Podcast dazu
00:14:45: machen, hab mich immer nicht getraut, hab aber
00:14:47: immer mal wieder über das Thema schon gesprochen.
00:14:50: Also auch in dem Snackable-Podcast, der ja
00:14:53: immerhin 53 Folgen hat, gibt es mehrere Interviews,
00:14:58: in denen ich über Schönheit gesprochen habe.
00:15:01: Allerdings noch sehr präzisionslos, möchte ich mal so
00:15:06: sagen.
00:15:07: Also so unspezifisch, immer so, was findest du
00:15:09: schön?
00:15:10: Und ich hab dann immer gemerkt, das funktioniert
00:15:11: ja ganz und gar nicht.
00:15:12: Also man sollte schon wissen, worüber man sprechen
00:15:15: will.
00:15:16: Deswegen heißt dieser Podcast nicht mehr, was ist
00:15:21: schön?
00:15:23: Das war nämlich der ursprüngliche Ausgangspunkt.
00:15:25: Sondern deswegen heißt er, ist das schön?!
00:15:27: Weil ich meine Interviewgäste natürlich dann immer auch
00:15:31: schon auf ihrer beruflichen Ebene treffen möchte.
00:15:34: Und sie fragen, was ist das Schöne, was
00:15:37: du da machst?
00:15:38: Ist das schön?!
00:15:39: Oder hm, was denkst du?
00:15:42: Technisch gesehen hab ich die ersten beiden Podcasts
00:15:46: ja ganz einfach nur mit meinem MacBook aufgenommen.
00:15:49: Und einem ordentlichen Mikrofon.
00:15:52: Und dann auch, also ich arbeite mit Mac,
00:15:55: dort geschnitten und alles sehr einfach gemacht.
00:15:58: Bei dem dritten Podcast jetzt, ich möchte einfach,
00:16:04: dass der richtig gut ist.
00:16:06: Also meine Ehrgeiz ist geweckt.
00:16:07: Ich hab jetzt Erfahrungen gesammelt.
00:16:09: Ich hab Erfahrungen gesammelt.
00:16:11: Ich weiß, ist alles nicht schlimm, tut nicht
00:16:12: weh, es zu machen.
00:16:14: Also ist nicht, ist gar nicht so kompliziert.
00:16:20: Und ich wollte es richtig machen.
00:16:24: Also wenn ich es mache, mache ich es
00:16:25: richtig.
00:16:25: Das heißt, ich hab ja auch eine Website
00:16:27: dazu aufgebaut.
00:16:28: Ich kann das selbst.
00:16:29: Das ist das Schöne daran.
00:16:32: Ich kann WordPress und mache das.
00:16:34: Und das entwickelt sich auch ständig weiter.
00:16:37: Es verändert sich.
00:16:38: Am Anfang sah die noch ganz anders aus.
00:16:40: Und das ist ja ein Prozess.
00:16:42: Das ist auch ein Thema, dass ich weiß,
00:16:45: alles ist ein Prozess und ich kann mir
00:16:47: Zeit nehmen.
00:16:48: Viele denken ja immer, also viele meiner Kunden
00:16:51: denken auch immer, es muss dann so ein
00:16:53: Datum geben und dann ist fertig.
00:16:55: Aber das stimmt nicht.
00:16:56: Es ist nie fertig.
00:16:57: Nichts ist irgendwie fertig.
00:16:59: Es geht immer weiter.
00:17:01: Ob das eine Marke ist, ob das eine
00:17:03: Website ist, selbst bei einem Buch ist es
00:17:06: so, das Buch ist dann zwar in der
00:17:08: Welt, aber dann muss ich es bewerben, dann
00:17:10: muss ich Marketing machen.
00:17:11: Auch das ist immer im Fließen, immer in
00:17:13: Bewegung.
00:17:14: Und ich finde diesen Gedanken tatsächlich tröstlich, weil
00:17:19: er mich ja ein bisschen entspannt.
00:17:20: Ich muss nicht alles sofort perfekt haben.
00:17:22: Perfekt ist sowieso, davon bin ich schon lange
00:17:25: weg.
00:17:26: 80 Prozent reicht.
00:17:29: Weil sonst werde ich nicht fertig.
00:17:30: Also wenn ich meinem Perfektionismus folge, werde ich
00:17:32: nicht fertig.
00:17:34: Also 80 Prozent reicht.
00:17:37: Und dann ebenso, welches Tool hilft mir, dass
00:17:42: ich es leicht bearbeiten kann.
00:17:44: Dabei habe ich mich jetzt für Riverside entschieden.
00:17:48: Also der Podcast ist ja erst im Februar
00:17:50: diesen Jahres entstanden.
00:17:51: Die erste Folge, die erste Episode kam am
00:17:52: 20.
00:17:53: Februar raus, 2026.
00:17:56: Und ich habe vorher so nachgelesen.
00:18:00: Ich war auch schon ein bisschen auf dem
00:18:00: Weg.
00:18:00: Ich war auch mal beim Stammtisch, den, wo
00:18:02: du ja auch immer wieder bist, hier in
00:18:04: Berlin, beim Podcaster-Stammtisch.
00:18:07: Und ich habe mich dann tatsächlich entschieden, Riverside
00:18:10: zu benutzen, weil es auch mit Video arbeitet.
00:18:14: Und weil ich eben vorher festgestellt habe, YouTube
00:18:18: ist einfach der Kanal, wo die Podcasts inzwischen
00:18:21: auch ganz doll gehört werden und eben gesehen
00:18:24: werden.
00:18:25: Und ich komme nicht drum rum, wenn ich
00:18:27: möchte, dass der Podcast gefunden wird und ich
00:18:29: will, dass er gefunden wird, komme ich nicht
00:18:32: drum rum, ihn auch auf YouTube zu veröffentlichen.
00:18:36: Also Video.
00:18:39: Und Riverside wiederum hat den Vorteil, dass es
00:18:41: mir erstens, ich kann im Text arbeiten.
00:18:43: Ich kann das Schneiden auch via Text machen.
00:18:45: Das ist für mich einfacher als nur übers
00:18:48: Hören, finde ich.
00:18:49: Ich finde, Riverside ist so selbsterklärend.
00:18:52: Also man kommt sehr schnell rein in der
00:18:54: Bearbeitung.
00:18:54: Es ist relativ einfach.
00:18:58: Also Riverside arbeitet viel mit KI schon.
00:19:01: Und die KI erstellt mir sofort eine Unmenge
00:19:04: an kleinen Shorts und weiß ich nicht was
00:19:07: Schnipseln, die ich mir anhöre, angucke und wo
00:19:11: ich dann tatsächlich auch entscheide.
00:19:13: Ich habe bei den allermeisten Veröffentlichungen immer noch
00:19:17: zwei Shorts, die ich auch noch mal überarbeite,
00:19:20: noch mal anhöre, schneide.
00:19:23: Meistens ein bisschen länger mache.
00:19:26: Riverside kürzt immer sehr knapp.
00:19:29: Und dann eben auch, also diese Shorts laufen
00:19:33: auf YouTube extrem gut.
00:19:35: Und das sind natürlich, also ich denke dann
00:19:37: schon Marketing.
00:19:38: Ich möchte, dass das gesehen wird.
00:19:41: Und das Traurige an der ganzen Geschichte ist,
00:19:45: also ich bin ja Solo-selbstständig, ich mache
00:19:48: alles alleine und ja, ich brauche wenigstens einen
00:19:53: ganzen Arbeitstag in der Woche für meinen Podcast.
00:19:56: Und zwar nur für den ist das schön?!.
00:19:59: Ich bereite das vor, ich führe die Interviews
00:20:01: oder habe meine eigenen Solo-Folgen.
00:20:03: Ich bereite alles auf, ich schneide, dann veröffentliche
00:20:06: ich es auf podcaster.de. Das ist mein
00:20:09: Host.
00:20:09: Und danach wird es auch sofort auf die
00:20:13: Website als Blog-Beitrag gestellt.
00:20:15: Ich baue in der Website auch einen Hörschnipsel
00:20:17: ein, sodass man es direkt über die Website
00:20:19: hören kann.
00:20:20: Ich mache ein Transkript, was auf der Website
00:20:23: steht.
00:20:25: Und dann geht es weiter zu YouTube, YouTube
00:20:27: Shorts, YouTube, dann schreibe ich noch einen Blog
00:20:30: -Artikel für LinkedIn, der dann auch, mein Podcast
00:20:33: erscheint Freitag, der dann Freitagmorgen ausgespielt wird.
00:20:37: Das wird alles vorbereitet, getimed sozusagen, dass das
00:20:39: alles am Freitagvormittag morgens erscheint.
00:20:43: Überall auf allen Kanälen.
00:20:45: Und am Wochenende, ich habe einen neuen Kanal
00:20:48: entdeckt, den ich unheimlich spannend finde, und der
00:20:50: heißt Substack.
00:20:51: Und über Substack kann man auch Podcasts veröffentlichen.
00:20:55: Auch da stelle ich noch die Hörversion ein.
00:20:59: Und ich schreibe sonntags einen Newsletter auf Substack,
00:21:03: wo ich praktisch Werbung mache für den Podcast.
00:21:06: Was ich wieder mit LinkedIn verbinde.
00:21:08: Also es ist ein...
00:21:11: Wow, wow, wow.
00:21:13: Ich weiß auch nicht, warum ich das mache.
00:21:19: Ja, irre viel Arbeit.
00:21:21: Aber hört sich nach einem guten Plan an.
00:21:24: Und YouTube, das hast du natürlich total richtig
00:21:27: erkannt.
00:21:28: Fast 50% der Deutschen sind auf YouTube
00:21:32: quasi.
00:21:34: Und Podcasts werden zunehmen.
00:21:36: Und es sind tatsächlich darüber auch Empfohlen verteilt.
00:21:42: Und diese Algorithmen laufen eben anders.
00:21:46: Also man kommt weg von diesem, was man
00:21:49: beim Podcasten über den klassischen Feed hat.
00:21:53: Dass man quasi über Empfehlungen geht.
00:21:57: Und sowas.
00:21:58: Dass man so Podcasts kennenlernt.
00:22:00: Und auf YouTube ist es halt auch eine
00:22:02: Frage, wie lange wird da gehört oder geschaut.
00:22:06: Und wie oft natürlich auch.
00:22:08: Die Algorithmen sind halt andere.
00:22:12: Aber klar, wenn man Reichweite haben möchte oder
00:22:16: gefunden, sichtbar sein will, dann geht das gar
00:22:20: nicht mehr ohne YouTube.
00:22:22: Kann man gut finden oder schlecht.
00:22:23: Ja, kann man gut finden oder schlecht.
00:22:26: Ich habe ja Gott sei Dank keine Berührungsängste
00:22:29: und traue mich in die Kamera.
00:22:35: Wichtiger ist mir ja das Reden und das
00:22:36: Sprechen, die Themen.
00:22:39: Und treibende Kraft ist meine Neugier.
00:22:42: Und ich kann auch wirklich dazu sagen, also
00:22:45: ich finde das wirklich auch wichtig zu wissen,
00:22:48: ich arbeite inzwischen sehr viel mit KI.
00:22:50: Also ich schreibe zwar meine LinkedIn-Beiträge selbst.
00:22:54: Das tue ich immer noch selbst, weil mir
00:22:56: das viel mehr Spaß macht.
00:22:57: Und weil ich auch immer finde, dass meine
00:22:59: selbst geschriebenen Texte besser sind.
00:23:02: Aber also solche Sachen wie Transkript, da benutze
00:23:06: ich übrigens nicht Riverside.
00:23:08: Also ich schneide auf Riverside, habe dann das
00:23:11: Video und die höhere Version, die MP3.
00:23:14: Und die MP3 packe ich in den, das
00:23:17: nennt sich Mac Whisper, glaube ich.
00:23:20: Wie heißt das Programm?
00:23:21: Mac Whisper.
00:23:23: Das macht nämlich deutlich bessere Transkripte.
00:23:27: Und diese Transkription, die ich dann in einem
00:23:30: Wortdokument habe, die packe ich in Claude.
00:23:32: Ich habe in Claude ein Projekt, das nennt
00:23:34: sich Podcast.
00:23:36: Und Claude kennt das nun inzwischen auch schon
00:23:37: alles.
00:23:38: Und als allererstes überarbeitet er das Transkript.
00:23:40: Dann frage ich gleich mal noch, gibt es
00:23:42: da Themen und Längen drin, die nicht so
00:23:44: relevant sind, die ich noch rausschneiden sollte?
00:23:48: Ich habe da einen Kritiker an der Seite.
00:23:50: Auch das finde ich hilfreich.
00:23:51: Weil manchmal denke ich dann, nö, nö, das
00:23:53: finde ich aber gut.
00:23:54: Das soll mal schön drinbleiben.
00:23:55: Aber es gab auch schon Hinweise, wo ich
00:23:57: dachte, stimmt, sollte ich eigentlich rausnehmen?
00:24:01: Sowas ist ja total hilfreich.
00:24:04: Ich benutze KI zur Vereinfachung von Prozessen.
00:24:08: Ich schreibe das nicht mehr selbst.
00:24:09: Ich sage auch am Ende, mache den Namen
00:24:11: fett, mache das in eine Zeile, mache sinnvolle
00:24:14: Absätze, mache es mir alles, muss ich nicht
00:24:16: selber machen.
00:24:17: Ich würde noch mehr Stunden Zeit brauchen, wenn
00:24:20: ich das alles händisch mache, bis hin zur
00:24:23: Rechtschreibung.
00:24:23: Man muss eine Korrektur durchgehen lassen, weil die
00:24:26: Transkription ja nie ganz korrekt ist.
00:24:29: Da sind immer Fehler drin.
00:24:31: Und dann geht es weiter mit Shownotes usw.
00:24:33: Dann lasse ich mir helfen.
00:24:34: Das mache ich immer im Gespräch mit meiner
00:24:38: KI, die das Projekt kennt.
00:24:41: Das ist auch ganz ähnlich.
00:24:42: Sonst würde man gar nicht fertig werden.
00:24:47: Abschließend meine Frage, Jana.
00:24:50: Findest du Podcasts schön?
00:24:52: Aber natürlich.
00:24:56: Warum sollte ich das nicht?
00:24:57: Ich kann dir sagen, warum ich es schön
00:25:01: finde.
00:25:01: 1.
00:25:01: Ich folge meiner Neugier.
00:25:03: 2.
00:25:04: Ich komme in unfassbar interessante Gespräche.
00:25:08: Ich habe ein Thema, das mich bewegt.
00:25:12: Es ist ein unabhängiges Medium.
00:25:16: Ich bestimme selbst.
00:25:18: Ich erstelle mein eigenes Radio.
00:25:20: Meine eigene Radiosendung.
00:25:22: Ich bin von niemandem abhängig.
00:25:24: Es liegt alles in meinen Händen.
00:25:28: Mir persönlich ist das sehr wichtig.
00:25:30: Ich finde das gut.
00:25:32: Ich habe aber noch etwas, weshalb mich das
00:25:35: Thema Schönheit so bewegt.
00:25:38: Ich finde, dass es uns friedlich macht.
00:25:42: Die Schönheit bringt uns in einen inneren Frieden.
00:25:45: Wir sind zufrieden.
00:25:47: Wer zufrieden ist, ist friedlich.
00:25:49: Ich möchte das Thema in die Welt tragen.
00:25:54: Ich möchte das verbreiten.
00:25:55: Ich möchte, dass viele Menschen Lust haben, darüber
00:26:00: nachzudenken, was Schönheit mit ihnen macht.
00:26:04: Oder was alles schön ist.
00:26:07: Und dadurch eine innere Zufriedenheit finden.
00:26:13: Im Alltag.
00:26:15: Dafür ist das Medium Podcast unheimlich gut geeignet.
00:26:19: Ich kann viele Menschen erreichen.
00:26:23: Wenn sie mich finden.
00:26:26: Vielen Dank, Jana.
00:26:28: Für deine Zeit und das schöne Gespräch.
00:26:32: Es hat mich gefreut.
00:26:35: Liebe Hörer, danke fürs Zuhören.
00:26:39: Die Links zu Jana Schlosser finden Sie in
00:26:42: den Show Notes.
00:26:42: Mehr über mich und meine Arbeit auf www
00:26:46: .audiobeiträge.de Tschüss, Ihre Brigitte Hagedorn